Vorhang auf die Spiele mögen …


„Wann geht’s denn los?“ ich hielt Eva meine Hand hin, doch sie ignorierte diese und kam auf mich zu legte ihre linke Hand um meine Schulter, während sie wieder auf den Fußspitzen stand und drückte mir einen Kuss auf die rechte Wange. Damit war es ausgedrückt. Vorhang auf!

„Es tut gut dich zu sehen.“ flüsterte sie mir ins Ohr. Sommergewitter in meiner Seele.

„Habt ihr die Petra gesehen??“ hörte ich die verzweifelte Stimme meines Freundes Robert hinter mir.

Eva sah an mir vorbei, und erblickte Robert, aufgelöst aus verschiedenen Gründen, verzweifelt die Augen auf Radarblick eingestellt. Je länger ich rumwanderte bewunderte ich dich für deinen Mut deine Kraft und deinen Willen.

„Das Turnier hat schon begonnen, Vorreiten ist 10 Minuten vor dem Gang. Ich habe die Nummer 17 gezogen. Da muss ich eh gleich rüber zu Rondall, ich freue mich das Du hier bist und mir die Daumen drückst.“ Eva wollte sich eben umdrehen um in Richtung Stallungen zu verschwinden.

„Du Eva, weißt du welche Startnummer Petra hat?“ fragte Robert mehr aufgeregt jetzt als verzweifelt.

„He he Du wirst doch nicht die Konkurrenz anfeuern???“ lachte Eva.
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„Aber ………“ Roberts Aufregung wich wieder mehr seiner Verzweiflung, auch bei ihm schien es so zu sein – Vorhang auf – auch seine Spiele beginnen.

„Also Petra hat soviel ich gesehen habe die Nummer 22 also 5 Starter hinter mir. Da können wir sie ja gemeinsam anfeuern. Wenn ich durch bin komme ich zu euch auf die Tribüne. Geht bitte rüber zu meinem Vater, denn er weiß Bescheid.“ informierte uns Eva.

„Ach ja und Robert, Petra steht da drüben am Zaun und striegelt gerade ihren Roricht.“ sagte Eva in einem verschwörerischen Ton. Ich spürte mich in diesem Moment so lebendig und gesehen fühlte ich mich von einem Menschen wie selten zu vor. Wollte laut rufen, Vorhang auf – die Spiele sollen beginnen.

Hals und Beinbruch Eva“

Rief ich Eva hinterher deshalb drehte sie sich wieder um und winkte mir so wie gestern Abend vor ihrem Hotel, rückwärts laufend zu.

Robert verschwand sofort in Richtung Petra und welch Überraschung er eierte nicht mehr vor ihr rum sondern ging geradewegs auf sie zu. Ich sah Petras überraschten Blick erst und dann lachte sie fröhlich als Robert scheinbar seinen ersten Witz erzählte. Petra striegelte ihr Pferd weiter und lachte und unterhielt sich mit Robert, ich war froh denn so vergaß er vielleicht endlich seinen „NIEMANDSLAND Idioten Spruch“.

Ich wanderte weiter über den Parkplatz, sah viele Pferde, ihre Reiter, manche schon aufgeregt konzentriert, andere ritten ihre Pferde warm.

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