Schlagwort: Rosemarie Auersdorf

So hat sie, die Mutter von Samuel ihren Mann kennen  gelernt

Die Geschichte wurde ja sozusagen zur Legende in der Familie und auch gerne erzählt.

Es war vor vieeeelen Jahren. Dienstag der 15.11.1955.

Moritz war unterwegs mit seinen Freunden in steirischen Landen. Sikfahren. Der 21 Jahre alte Moritz war ein Draufgänger. Da passierte es und er hatte einen Unfall auf der Skipiste, Abtransport ins nahe Krankenhaus Leoben.

Operation, Gips und rumliegen rumsitzen im Krankenhaus. Etwas das Moritz, so ganz und gar nicht gefiel. Doch was sollte er machen ein unachtsamer Moment und schwupps war es um ihn geschehen.

In der Zwischenzeit hatte Rosemarie andere Sorgen. Der Vater, er war schon schwach. Er wurde eingeliefert in das Spital Leoben. Sie machte sich große Sorgen, es war jetzt in diesem Jahr das zweite Mal schon. Sein Herz. Es war schwach nicht mehr so stark wir früher als der Vater noch am Erzberg gearbeitet hat.

An diesem Dienstag den 15. November 1955, es war jetzt eine Woche das Moritz im Krankenhaus unterwegs war und Rosemarie war schon das 7. Mal seit der Vater eingeliefert wurde bei ihm auf Besuch.

An diesem Tag da unten im Warteraum wo sich Patienten oft hinsetzen mit ihren Angehörigen und aktuelles besprachen, da trafen sich die Beiden.

Der Moritz sah die Rosemarie wie sie vor sich hin starrte.

Tränen ihr runterliefen über die Wangen.

Er setzte sich neben sie auf den freien Sessel, der Moritz, die Rosemarie sah nur kurz hoch, geradewegs in seine dunkelgrünen Augen.

Er näherte sich mit seinem vollen schwarzem Haar und einem Lächeln auf den Lippen.

Moritz beobachtete eine Träne die Rosemaries Auge verließ, und über ihre Wange lief. Er nahm all seinen Mut zusammen und fing diese Träne auf.

Er sah Rosemarie an, Rosemarie sah Moritz an.

Der Vater ist gerade gestorben!

Das waren die ersten Worte die sie ihm sagte.

Ihm, den verrückten Kerl, der so viele unglaublich verrückte Sachen mit seinen Freunden gemacht hatte in all diesen Jahren.

Moritz sah Rosemarie in ihre blauen Augen, in Augen die rot unterlaufen waren von den Tränen gezeichnet.

Er sah sie an.

Dann sagte er, während er die Träne hoch hielt die er aufgefangen hatte.

„Ich verspreche dir, dass ich mein Leben lang an deiner Seite sein werde und jede Träne mit dir teile.“

Das waren die ersten Worte die Moritz zu Rosemarie sagte.

Er hat es eingehalten.

Sie durch lebten Zeiten der Trauer, der Freude der Sanftmut und der Sorgen.

Doch eines durchlebten sie ab diesem Tag nicht mehr. Einsamkeit!

Ja so war das damals am 15.11.1955.

Diese beiden Menschen habe ich mir dann, einige Jahre danach als Eltern ausgesucht.

 

 

Samstagsfrühstück

Die Samstage Morgen bei meiner Mutter und meinem Vater waren der Höhepunkt jeder Woche. Waren für mich immer besondere Tage. An Samstagen fuhr ich mit meinen Eltern meist nach Wien, entweder besuchten sie die Museen oder sie gingen zu Auktionen. Meine Mutter sammelt Weine und mein Vater sammelt Münzen und…

Komm Junge iss!

Dabei goss sie gerade meinem Vater eine Tasse Kaffee ein. „Komm Junge, iss!“ meine Mutter liebte diesen Spruch. Sie sagte ihn immer wenn sie meinem Vater eine Tasse Kaffee eingoß. Als Erinnerung an seine Mutter, welche dass immer zu meinem Vater gesagt hatte. Wohl deshalb um damit auszudrücken, die Kriegszeiten…

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