Niemandsland – kann das denn sein?

Robert drehte sich zu mir. „Was denn, gehst du schon?“ wollte er wissen. Dabei zeigte er unter der Bar auf Eva und formulierte mit den Lippen unhörbar die Worte Niemandsland. Ich dachte kann das denn sein? Ich schüttelte den Kopf, denn ich wollte ihm gleich seine zwei Fragen beantworten. Die zum Thema Niemandsland und dass ich noch nicht nach Hause ging.

„Nein ich nicht aber Eva.“ sagte ich den Blick von Eva nicht lassend zu ihm.

„Gut, weil ich glaub die Petra steht voll auf mich.“ und ein genüsslicher Lacher aus seinem Hals hervor gurgelte wendet er sich wieder in seine Lieblings Richtung an diesem Abend. Petra.

„Wobei wenn Du es genau nehmen willst, geh ich noch nicht nach Hause!“

„Nicht?“ fragte ich. Was soll mir das schon tun dieses Niemandsland?

„Ich mache nur mit der Arbeit Schluss.“ Eröffnete mir Eva, mit ihrer Engels gleichen Stimme.

„Ich die Abrechnung und dann trinke ich noch gerne etwas an der Bar.“ war die Antwort von Eva. Vieldeutige Antwort.

„Nach meiner persönlichen Einschätzung, dass klingt nach einem entspannten Ausklang des Tages.“ gab ich zu bedenken.
„Das hab ich mir auch verdient..“ sprach’s drehte sich um ging die Bar entlang hin zum Extrazimmer, wo bestimmt der Chef, ihr Vater wartet für die Abrechnung. Ich wollte da im Extrazimmer auf sie warten. Das war mir jetzt auch schnell mal klar.

„Robert, verdammt noch mal!“ stöhnte ich auf und stieß meinen Freund jetzt wieder in die Seite.
„He was den los – bist rollig?“ blödes Grinsen auf Roberts Gesicht.

„Katzen sind rollig – was sind dann eigentlich Kater?“

Wie sollte ich ein geistreiches Gespräch vom Zaun brechen? Wollte mich ablenken von den Stürmen die da in mir losbrachen. Doch Robert war zu vertieft in die Petra Richtung versunken um auch nur einen Moment darüber nachzudenken.

„Sie sind auf der Suche – die Kater!“ hörte ich eine Stimme neben mir sagen, diese Stimme wie der Klang des März Regens auf dem Hausdach meiner Eltern. Ich drehte mich in die Richtung dieser Stimme. Eva stand da mit einem breiten Lächeln. Fast war es mir peinlich, dass sie Roberts blöden Spruch gehört hat.

„Hallo Robert, nochmals viel Glück bei der Petrajagd.“ Eva prostete Robert zu, scheinbar kannten sich die Beiden. Verdammt nochmal wie kam es das Robert alle Mädchen in der Gegend kannte und sie ihn. Vorteil, Segen oder gar Fluch???

„Ihr kennt euch?“ schaltete ich mich dazwischen.

„Klar wer kennt Robert nicht, den Aufreißer der wilden pannonischen Ebene“ lachte Eva laut heraus.
„He he, so hat mich aber auch noch niemand bezeichnet!“ wehrte sich Robert gegen den Titel.
„Bei mir hat er es ja noch nie versucht. Tz tz!“ fast klag es wie eine Enttäuschung.
„Niemandsland“ flüsterte mir Robert ins Ohr.

Ich sah Eva in ihr strahlendes lächelndes Gesicht und schüttelte mich innerlich ab gegen diese Einflüsterung.

Was ist das schon Niemandsland für mich, da kannst mir genau sogut sagen, Heimatwiese oder gar nicht von dieser Welt und ich bin voll bei der Sache.

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