Mouton Rotwein den du liebst

„Der heutige Mouton Teil wurde im 18. Jahrhundert vom Baron de Brane gekauft und hieß Château Brane-Mouton. Die berühmten und schmackhaften Mouton Rotwein. Die Geschichte der Rothschilds begann am 11. Mai 1853.“ war deshalb meine Antwort.

Ja ich habe meiner Mutter immer zu gehört, wenn sie mir Geschichten erzählt hat. Meine Mutter schrieb viele Geschichten über Weine, Menschen Reisen und Religionen. Ihr verdanke ich, das ich trotz meiner 18 Jahre schon sehr viele Ausgrabungen in dieser Welt gesehen und besucht habe. Meine Mutter war Forscherin der Antike. Sie hatte das Glück, das ihr Vater ihr ein kleines Vermögen hinterlassen hatte mit den Worten – Engel lebe dein Leben dafür habe ich gelebt.

Wenn mir meine Mutter über ihren Vater erzählte weinte sie oft.

Nicht aus Trauer oder weil sie sich einsam ohne ihn fühlt. Sie weinte weil ihr Herz sich mit ihrer Seele verband wie ein Fluss der ins Meer mündet. Es sind diese Moment die Tränen in die Augen von Menschen zaubern, deshalb sah ich nachdenklich in mein Glas. Eva sah mich lange an. Sah mir in die Augen. Ich hielt ihrem Blick stand. Dann lächelte sie. Stellte das Glas Wein auf die Theke der Bar.

„Respekt, diese Antwort habe ich noch nie bekommen. Du kennst dich aus mit Rotweinen?“ fragte Eva interessiert.

Folglich ist sie ein glühender Fan von dem Mouton Rotwein der kirschroten, dunklen und intensive Robe.“

„Meine Mutter eher, sie hat mir viel erzählt über antike Weine, und vor 2 Jahren, waren wir sogar mal in Frankreich. Dann habe ich noch ein verdammt gutes Gedächtnis. Ein Geschenk meiner Mutter, schließlich erinnert sie sich an vergangenes so wie sie es will, nicht wie sie glaubt das es sein soll.“

Ich sah sie an. Eva schmunzelte. „Scheint so als ob du dir viel gemerkt hast von dem was dir deine Mutter so erzählt. Bin ja mal gespannt ob du das auch so schmeckst, ich werde dich mal in den Weinkeller meines Vaters einladen. Der ist auch ein bekannter Sammler von Rotweinen.“

„Kryptische Aussage.“ stellte Eva fest.

„Methaphysisch eher. Verschlüsselung hat damit nix zu tun. Meine Mutter ist nicht verschlossen.“
„Muttersöhnchen?“ war jetzt ihre freche Ansage. Aber hallo wer genau bist Du, Das du mir das sagst?

Die Frau für meine Seele kennen zu lernen. Sie einzulassen in mein Seelenmeer. Ich sah ihr in die Augen.

„Hm – na ja ich bin mal der Sohn meiner Mutter. Das stimmt so weit. Doch ich denke, das das aller Letzte was meine Mutter jemals wollte ist, das ich sie als meine oberste Instanz wahrnehme im Bezug auf Frauen. Im Gegenteil. Sie sagte immer, Frauen sind wie Engel oder Teufel, es kommt nur auf dich an wie sie sich entscheiden.“

Jetzt lachte Eva laut auf.

„Weißt du was mir mein Vater immer sagte?“ fragte mich Eva noch nach Luft ringend wegen dieses Lachanfall.
„Sag es mir bitte Eva, nun bin ich gespannt“ auf die erste Aussage des Chefs-Vaters, dachte ich bei mir.
„Er meinte immer – behandel einen Mann nach dem Motto – gib ihm zu Essen, gib ihm zu trinken und lass ihn ran und er wird dir treu sein wie der treuste Hund auf dieser Erde.“

„Boah, also so einfach bin ich zu Hand haben, wozu sind Frauen dann so intelligent?“

„Das ist auch einfach, da gibt es ja die Geschichte wieso Eva damals im Paradies den Apfel gegessen hat. Der Teufel machte sie eifersüchtig. Er zeigte ihr eine schöne Frau da unten im Brunnen, das Spiegelbild von Eva, mit dem Adam Eva angeblich betrügt.

Darauf ist Eva reingefallen und aß von dem Baum der Erkenntnis. Tja seit damals haben sich die Frauen geschworen auf den Teufel niemals wieder herein zu fallen. Das vorauszusehen bedarf schon einiges an Intelligenz.“ wieder dieses unglaubliche tiefe einlandende Lachen von Eva.

„Du redest jetzt aber nicht gerade über dich, oder?“ wand ich ein.

„Mein Vater taufte mich deshalb Eva weil er meinte – das ist wohl der weiblichste Name den er seiner Tochter geben kann. Er ist und war Künstler. Maler.

Na ja so hat jeder seine wohlüberlegten Namen oder?“
In diesem Moment bemerkte ich das Eva mich noch nicht mal nach meinem Namen gefragt hat aber ich selbst hatte ihn auch noch nicht genannt.

„Sam übrigens“ dabei deutete ich auf mich.
„Ah ja, danke für die Info. Sam von Samstag wo ich den Mouton Rotwein entdeckt habe oder wie?“

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