Ich bewundere Dich!

Während es schon 12 Uhr durch war, rief Robert an. Ob ich schon am Weg sein, fragte er mich. Er hat mich angerufen und aufgeregt erzählt das Petra bei dem Reitturnier heute mitreitet und er wolle ihr zusehen. Klar war jedoch für mich zu diesem Zeitpunkt schon, dass ich dich bewundere. Dich meine Eva die über alle Zeitenwelten hinweg an meiner Seite stehen soll. So ungeduldig und zappelig wie Robert heute war, wie ein kleiner Junge war er im Kindergarten vor dem Eissaloon mit den Eltern beim auswählen seiner Eisgröße.

„Klar ich bin schon am Weg!“ war deshalb meine Antwort. Dabei schmuzelte ich und dachte an meinen Vater. Wie er bestimmt später dann an der Seite meiner Mutter sitzt und sie ansieht.

Sie bewundernd ansah.

Jede Bewegung von ihr genussvoll aufnimmt. Ihr dabei zusieht wie sie ihren Hut richtet. Gerade so wie sie das Blatt hervorzaubert auf dem ihre Bieternummer steht. Auch hier wurden die behüteten Erinnerungen klar. indem ich so über meine Eltern schmunzelte übertrug ich Energie aus meinem Feld in das ihre und verstärkte das Liebesfeld. Dies ging über alle Zeitenwelten hinweg. Vor zurück auf und ab. Ja ich wusste jetzt wie sich dieses

ich bewundere dich anfühlte.

Oft hat er mir bei unseren stillen Ausflügen davon erzählt. Doch erst jetzt mit Eva, konnte ich einen leichten Vorgeschmack auf dieses wundervolle Gefühl erhaschen.

Wobei ich holte ja meinen Freund zu Hause ab. Damit waren wir pünktlich um 12.15 am Reiterhof. Es standen Unmengen von Pferdetransporter rum. Zugwagen von ungeahnter PS-Power. Deswegen werde ich mit Genuss meinen grünen Kastenwagen unter den PS-Giganten parken. Sobald der VW auf den Hof rollte, sprang Robert aus dem Wagen rannte verwirrt los.

„Lass uns sehen wo Petra ist!“ inzwischen war er ganz schön aufgeregt für einen Frauenhelden zu aufgeregt, dachte ich lächelnd. Er war kein Frauenheld. Eher ein Held. Ich lachte in mich rein und ihn an.

„Ja ja nur kein Stress es, wird ja den ganzen Nachmittag dauern.“

„Ja Mann, aber ich will ihren Ritt nicht verpassen – Blödmann!“

„Dann lass uns mal umschauen vielleicht finden wir wo die Starter Liste!“

„Und du, dich interessiert ja diese Pferdegeschichte gar nicht mal.“ warf mir Robert an den Kopf um mich daran zu erinnern, dass ich immer sehr abgeneigt war mich mit Pferden auseinander zu setzen. Genaugenommen bin da weil ich dich bewundere, nicht wegen dem Turnier im allgemeinen.

„Ach wer weiß“

„Verdammt Mann

ich sagte ja – NIEMANDSLAND!!!!“

Ich schüttelte den Kopf über seine Aussage und sah in sein verzweifeltes Gesicht. Einerseits weil er Angst hatte den Ritt von Petra zu versäumen doch noch mehr ließ Robert verzweifeln das ich sein „Jagdgebiet“ gefährden könnte. Sozusagen mitgefangen mit gehangen. Sollte ich mit Eva was angefangen und dann Blödsinn machen wäre es nur zu seinem Schaden. Das stand in seinem Gesicht geschrieben wie die 10 Gebote auf den Steintafeln Gottes. So unumstößlich klar.

„He Leute!“ hörte ich die einzig wirkliche Stimme die es zu hören lohnt hinter uns rufen.

Ich drehte mich um, sodass ich Eva sah, in ihrer Reitbekleidung. Den Helm trug sie locker unter dem rechten Arm eingeklemmt und in der linken hielt sie die Reiter Handschuhe. Die schwarzen Reitstiefel, die helle Reithose, eine helle Turnierbluse mit Stehkragen unter ihrem dunklen Turniersakko. Stand sie da in einem überdurchschnittlich ausgeprägten Stil.

Ich dachte mir,

wenn Ihr Stil bei der Kleidung schon so Richtungsweisend war, wie hoch war dann erst ihre Eleganz im Reitstil.

Es konnte nicht anderes sein, ich bewundere dich, von der Geste der Königin hatte ich ja auch noch keine Ahnung.

„Verdammtes Niemandsland.“ hörte ich meinen Freund leise neben mir fluchen. Ich war ganz in mir versunken und genoss das Gefühl denn ich bewundere Dich. Du bist mein kleines Weltwunder.

„Hallo Eva, du siehst unglaublich toll aus.“ sagte ich begeistert während ich in großen Schritten auf sie zu eilte und mich aus der düsteren Stimmung meines Freundes löste.

„Danke das freut mich das ich dir gefalle.“ lächelte mich Eva an während ich knapp vor ihr stehen blieb und ihr mehr aus Verlegenheit als aus Höflichkeit die Hand zur Begrüßung hinhielt.

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