Hin Düsseldorf zurück in deine Arme

„Aber jetzt Samuel“ fragte mein Vater „Wie kommst du überhaupt mit der Geste der Königin in Berührung?“ Bevor es hin nach Düsseldorf ging und zurück in deine Arme folgte noch der Aufruf zum Abenteuer für meinen Freund Robert. Er übernahm jetzt auch die Antwort an meinen Vater gerichtet sagte er: „Weil der Herr Samuel Auersdorf, am Sonntag beim Reitturnier, genau mit dieser Geste von Eva auserwählt wurde. Der irre Typ da, mein bester aller besten Freunde ist der wahre fremde Ritter in unserer Runde.“ Wir lachten alle laut auf, weil niemand sonst als Robert konnte die kompliziertesten Angelegenheiten in wenigen Worten erklären.

zurück und hin Düsseldorf

Erinnerte mich an den gestrigen Abend. An dich!

Deine Arme hier in Düsseldorf - NEIN

„Wirklich?“ fragte meine Mutter mit einem liebevollen Lächeln. „Ja es war irre aufregend. Voll irre, ich wusste ja gar nicht ,was sie damit meinte, mit dieser Geste auf mich zeigen und dann ihre Hand zum Herz. Doch ich folgte dem, was in mir war. Legte meine Hand auf mein Herz und mit einer öffnenden Geste zeigte dann meine Hand zu ihr. Scheint als wäre es richtig gewesen. Ihr könnt euch nicht vorstellen was da, dann in dem Moment los war. Jubel Lachen und unglaublich viele romantische Blicke von Frauen, erst zu mir und dann zu ihren Begleitern, welche sie dann umarmten und küssten. Es war echt wild, nun es war aufregend.“

Sonderbare Wege hin und zurück

„Das kann ich mir gut vorstellen, weil am Ende träumen ja alle Frauen von ihrem fremden Ritter.“ lachte mein Vater. Meine Mutter sah ihn an. Stand auf nahm ihn in den Arm und tanzte mit ihm langsam zu der Musik die im Hinter-grund zu hören war.Robert schaute mich an, dann meine Eltern, dann sein Steak, dann wieder mich. „Verdammtes Venedig“ sagte ich und es brandete Zorn in mir wie eine Welle am Meeresstrand. „Ja verdammtes Venedig“ unterstützte Robert meine Aussage. Meine Mutter sah hoch vom Tanz mit meinem Vater, sah zu mir und fragte:
“Wieso verdammst du die Stadt der Liebe?“ dabei lächelte sie meinen Vater verliebt an.

Wobei hin nach Düsseldorf und zurück in deine Arme stand ja auch am Plan!

„Weil Eva am Mittwoch da hinfährt, mit ihrer Tante für zwei Wochen. Vorher bringt sie ihren Hengst auf die Sommerweide. Sozusagen sehe ich sie deshalb jetzt für unendlich lange Zeit gleich mal nicht. Das doch Idiotisch.“ gab ich fast schon mit einem zornigen Unterton zurück. „Das kann ich gut verstehen, das du da zornig bist mein Sohn.“ gab mein Vater zurück und drehte meine Mutter im Tanz so, dass er mich ansehen konnte. Sie tanzen beide weiter zur Musik aus ihrer Jugend. Nach einiger Zeit, in der Robert und ich vor uns hin grummelten setzten sich meine Eltern wieder an den Tisch.

„He Robert was ist den mit dir los. Leidest du so mit Samuel mit?“ wollte meine Mutter von meinem besten Freund wissen. Er sah hoch, Geradewegs in ihre Augen.

„Nein“ dabei klopfte er mir auf die Schulter.

„Nein, Nein das kann er schon selber besser, da braucht er keine Hilfe der alte Samuel. Mir ist da am Sonntag Petra begegnet. Ein tolles deutsches Mädel. Die kann küssen. Oh Gott. Doch sie ist eine Profi-Reiterin. Reitet auf Turnieren rund um die Welt und lebt am Ende in Düsseldorf. Gerade da wo auch mein Onkel seine Firma hat. Der redet mir ja schon seit Jahren ein, das ich raus kommen soll um seine Firma zu übernehmen. Ein lauter Seufzer verließ die Seele meines Freundes. „Du weißt nicht was du machen sollst. Deinen besten Freund verlassen. Richtig?“ fragte meine Mutter. Robert sah ihr weiter in die Augen. „Genau das ist der Punkt.“

Mein Vater, öffnete die Tanzbewegung mit meiner Mutter.

Griff nach der Hand meines Freundes und begann jetzt seinerseits eine Geschichte zu erzählen. „Vielleicht hilft dir eine Geschichte die mir mein Großvater mal erzählt hat. Die beiden jungen Wölfe Riley und Sirius. Sie waren wie Brüder, obwohl sie aus zwei unterschiedlichen Rudel stammten. Der Winter nach der Geburt von Riley war so hart und unerbittlich, dass sein Rudel darin den Tod fand. Durch großes Glück bestand der junge Riley die Herzensprüfung der Alphawölfin des Rudels von Sirius. Sie nahm den jungen Wolf im Rudel auf und behandelte beide als ihre Söhne. So wuchs Riley in einem Rudel auf, dass aus den beiden Alphawölfin bestand, aus 8 Brüder und drei Schwestern. Die Leitwölfe durchstreiften ein riesiges Revier.

Die Magie der Liebe greift auch bei Wölfen.

Riley und Sirius machten oft Unsinn, doch bei jeder Jagd standen sie den Leitwölfen wie treue Soldaten zur Seite. Nach zwei Winter, keimte in den beiden Jungwölfen dann doch der Trieb selbstständig zu werden. Eines Abends, es war eine Vollmondnacht raschelte es im Unterholz und oben auf der Lichtung kam plötzlich ein Wolfskopf hervor aus dem Gebüsch. Der Wind streifte durch die Bäume und die Blätter raschelten. Riley hob den Kopf und sah hoch zur Böschung. Hin zu diesem Wolf, welcher da stand und nach ihm guckte. Es war ein Wölfin,Riley hatte zuvor schön Wolfsweibchen gesehen. Doch dieses Blitzen in den Augen der fremden Wölfin, löste in ihm etwas aus. Er sprang hoch. So schnell und wach. Als ob ihn Sirius beim spielen in den Nacken gebissen hätte.

Unruhe breitete sich in der Seele von Riley aus.

Durch das Knäuel an Wölfen rund um ihn ging ein leises unzufriedenes Knurren. Doch Riley war jetzt voll wach. Er stand auf, stieg vorsichtig über seine Familie hinweg, wobei er Schritt für Schritt langsam die Böschung hoch kletterte. Damit er diesem wundervollen Wesen endlich näher kam. Als die Beiden nur noch wenige Zentimeter von einander entfernt waren, wachte unten auch Sirius auf. Leises knurren sollte wohl bedeuten, was ist los? Riley war jetzt bei diesem Zauberwesen angekommen.

Schnupperte, leckte auch mal über ihr Fell. Sie schnupperte ebenfalls an ihm. Dann stand er da genau neben ihr. Sah runter zu seinem Rudel, nun erklang das Riley Heulen durch die Nacht. Der Ton der über viele Kilometer weit zu hören war, dass Rudel schreckte hoch. Mutterwolf sah zu Riley und der fremden Wölfin. Sie war es die als erste antwortete und als bald heulte das ganze Rudel als Antwort. Dann war es still. Riley und seine fremde Liebe, drehten sich um und verschwanden im Unterholz.“ mein Vater sah Robert an. „Du gehst hin nach Düsseldorf doch wie komme ich zurück in deine Arme. Dachte ich in diesem Moment still bei mir

Mein Vater beobachtete uns genau.

Robert trank aus seinem Glas, nicht die Flasche, das Glas. Ich liebe diesen Menschen. Wenn er etwas verstand dann zollte er diesem Moment immer Respekt. Da war mein Freund. „Robert, wenn Sie mal deinen Weg gekreuzt hat, wirst du es für immer in deinem Leben bereuen nicht mit ihr gegangen zu sein. Das heulen der Wölfe zum Abschied bedeutet nichts anderes als, was auch immer passiert, wenn du uns rufst wir kommen dir zur Hilfe.“ Bestimmt deshalb schniefte jetzt mein Freund. Niemals zu vor hatte ich Robert weinen gesehen. Doch in diesem Moment überkam es ihn. Er war der beste und tiefsinnigste Mensch, weshalb er bestimmt in meinem Leben eine solch wichtige Rolle einnimmt. Wir standen beide auf denn es war eine Freundschaftsumarmung fällig.

Da standen zwei 18 jährige Kerle, jeder 1.80 groß, stark genug ein Segelboot alleine aus dem See zu ziehen Doch genau so stark wie wir waren, genau so weit war unser Herz. Denn die wirkliche Stärke wohnt nicht in dem, der mit seinem Schwert Köpfe abtrennt. Die wahre Stärke ruht in den Menschen die wissen, dass über ihre Herzen sie für immer mit allem und jedem verbunden sind.

„Verdammtes Venedig“ sagte ich.

„Verdammtes Düsseldorf“ antwortete mein Freund. Jetzt wieder mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ich sah wie meine Eltern uns glücklich ansahen. „Es ist nicht was du vererbst in diesem Leben, es ist was du behütet hast in deinem Leben, was am Ende aller Tage zählt!“ Weshalb ich mich bei diesen Worte für immer an euch beide erinnern werde. Mein wundervollen Eltern. Es wird eine hin Wendung zu Düsseldorf doch auch das zurück in deine Arme darf auf der Liste jetzt nicht fehlen.

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