Du bist in meinen Armen

Die zwei Wochen in Düsseldorf vergingen wie im Flug,

Robert tobte sich in allen Abteilungen seines Onkels aus am Abend hatten sie dann oft stundenlange philosophische Gespräche an denen ich begeistert teilnahm und ihre Seelen beobachtete wie sie einen Wettkampf um das bessere Ende hatten. Danach lagen sie sich öfter mal in den Armen, weil zuvor ein heftiger Streit voran ging. Herrlich die beiden.

Onkel Hartwig war unglaublich begeistert von Robert. Ich sah in seinen Augen das Feuer lodern,dass ich oft schon gesehen habe, wenn er gefordert wurde. Ich machte mir keine Sorgen, dass es ihn ihr langweilig werden könnte.

Dann kam der Tag meiner Abreise zurück. Am Flughafen nahm mich mein Freund in den Arm. Drückte mich ganz fest an sich. Dann gaben wir uns die Hand er sah mich lange an und sagte: “Danke Samuel!“

„Gerne Robert.“ ich drehte mich nochmals nach den Beiden um winkte ihnen zum Abschied und bestieg das Flugzeug, nachdem ich durchs Check-In erfolgreich geschlendert war. Alles in mir fühlte sich plötzlich so leicht an. Am anderen Ende es Fluges würde jemand auf mich warten.

Eva kam auch heute zurück von ihrer Reise nach Venedig. Du bist in meinen Armen!

Als mich am Flughafen meine Mutter abholte, lachte sie. Sie lachte ihr Lachen, das sie immer drauf hatte, wenn sie etwas wusste was mir Freude macht und ich es nicht wusste.

„Hallo mein Schatz.“ meine Mutter holte mich zu sich damit ich in ihren Armen Geborgenheit fand. Wie immer schon. Wohl unser ganzes Leben lang.

Ja trotzdem ich 1.80 war, also gut einen Kopf größer als meine Mutter nahm sie mich in den Arm. Das wird sie wohl immer können dieses wunderbare Gefühl der Geborgenheit in mir auszulösen.

„Hallo Mutter, wieso grinst du so fürchterlich verschwörerisch?“

Meine Mutter lachte auf.

„Komm lass uns im Wagen reden.“

Ich folgte ihr ins Parkhaus, dort stand ihr Auto. Ein dunkelblauer Jaguar. Was sonst für ein Auto würde meine Mutter wohl fahren als einen Jaguar.

Als wir beide im Wagen saßen und Mutter sich geschickt aus dem Parkhaus fädelte wiederholte ich meine Frage:

“Was ist los?“

Draußen als wir an der Ampel zur Bundesstraße standen sah mich meine Mutter an. Es wurde Grün, sie legte den Gang ein und fuhr los.

„Heute morgen habe ich mit Carmen telefoniert. Sie erzählte mir das Eva schon gestern aus Venedig zurück gekommen ist und dich heute Abend gerne auf dem Reiterhof treffen würde.“

„Juhu“ rief ich. Ja verdammt ich freute mich irrsinnig auf Eva. Auf ihre Lippen ihr Lachen ihr da sein. Jetzt war die 1.5 Stunden Fahrt mit meiner Mutter pures Vergnügen, Ich erzählte ihr alles was ich in Düsseldorf erlebt hatte mit und auch ohne Robert. Doch bei jedem zweiten Satz musste ich sagen, ich freue mich auf meine Eva. Auch und gerade in ihren Armen fand ich eine unglaubliche Geborgenheit.

Meine Mutter strich mir über den Kopf. Lächelte nur. Sie sagte nichts. Brauchte sie auch nicht.

Halb Acht Uhr du bist zurück in meinen Armen!

Wieder und wieder sah ich auf meine Uhr. Zum tausendsten Mal bestimmt schon. Das Glas Bier vor mir war unberührt geblieben. Evas Vater stand an der Bar und grinste mich breit an.Ich saß an einem Tisch an der Glaswand durch die ich hinausschauen konnte auf die Zufahrt, ich wollte Eva sehen, wenn sie aus dem Wagen ihrer Mutter ausstieg und auf das Restaurant zu kam.

Wollte sehen ob sie sich beeilt oder lässig dahin schreitet. Ich wollte sehen was sie an hatte. Ihr schwarzes Haar im Wind das wollte ich sehen.

Wieder und wieder blieben Autos stehen. Doch keines transportierte den größten Schatz dieser Erde – meine Eva. Dann plötzlich der Knall der Tür am Hintereingang. Ich drehte mich nicht um ich wollte Eva nicht versäumen. Starrte wie gebannt raus durch die Frontscheiben des Restaurants. Fühlt dieses irre ziehen in meinen Armen.

Dann plötzlich Hände auf meinen Augen. Ich roch sie. Drehte mich um.

Sprang auf wie von einer Tarantel gestochen.

Da stand sie vor mir. Lächelte. Ihre wundervollen roten Lippen.

Der Armorbogen. Ein zucken in ihrem Mund, das zu einem Lachen wurde.

Sie hielt sich mit beiden Händen an meinem Hals fest und beugte sich weit nach hinten. Ihre Haare schwangen durch die Luft.

Links – dann Rechts. Dann legte sie Ihren Kopf auf die Seite und sah mich an.

Kein Lachen. Nur dieser Blick,den ich niemals wieder vergessen werde. Bist in meinen Armen!

„Hat dir dein Schatz gefehlt?“ sie sagte es mit auf die Seite gelegtem Kopf.

„Und wie!“ rief ich. Das sich alle Leute im Lokal umdrehten. Jetzt sprang mir Eva in die Arme sie umklammerte mich mit ihren Beinen, deutlich war zu spüren, was es bedeutet eine Reiterin zu lieben. Ihren Mund drückte Sie auf meine Lippen und wir küssten uns. Endlich lagst du wieder in meinen Armen.

Wieder und wieder.

Ich wusste, dass ich ab diesen Moment niemals wieder genug haben könnte diese Frau zu lieben.

Eva glitt an mir runter. Ich setzte mich auf meinen Sessel nieder und Eva schwang sich ganz selbstverständlich auf meinen Schoss.

Umarmte mich und legte Ihren Kopf auf meine Brust.

„Du bist aufgeregt. Ich höre es an deinem Herzen.“ flüsterte sie.

„Das kannst du wohl auch laut sagen.“ war meine Antwort.

„Du hast mir auch gefehlt. Da unten in diesem verdammten Venedig.“

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