Die Völker lieben ihre Königinnen

„Eva bevor du gehst ich bewunderte dich, da in der Arena, doch Geste der Königin???“ riesiges Fragezeichen in meinem Gesicht. Eva kam ganz nahe an mein Gesicht, damit konnte ich jetzt jeden Atemzug spüren. Es waren die Völker die lieben ihre Königinnen. Das war auch in diesem Moment deutlich zu spüren.

„Früher war der Reitsport den Adeligen vorbehalten. Zu meist Ritter, die für Ihre Könige oder Kaiser Turniere austrugen. Denke an die Kaiser im alten Rom. Doch gab es auch Königinnen die sich an diesem Sport versuchten. Oft waren es Königinnen die unverheiratet Ihre Länder regierten.

Oftmals eröffneten Königinnen mit diesem Zeichen, dass sie auf ihren Auserwählten im Publikum zeigten und dann ihre Hand auf ihr Herz legten. Das zeigte den Publikum den Untertanen an die Königin hat gewählt. Die einzig mögliche Antwort des Auserwählten auf diese Geste war seine Hand als Faust erst aufs Herz zu legen und ihr der Königin danach alle Herzensenergie für die bevorstehende Prüfung zuzusenden, indem er seine Hand offen in ihre Richtung zeigte. Der Daumen auf den Zeigefinger liegend. Damit unterstrich er die Herzensenergie nicht die Kampfeslust.“ Konnte nicht anders als das Ich dich bewunderte durch die Geste der Königin. Auch weil eben die Völker ihre Königinnen lieben. Dazu sind sie da.

„Wahnsinn. Ich machte es, weil es mir in diesem Moment, als das einzig Richtige erschien.“ gab ich flüsternd zurück.

„Ich weiß. Ich habe es gemacht weil ich gespürt habe, dass Du es bist.“

„Dein Vater lächelt mich seither an????“

Eva blickte kurz zu ihren Vater. Er lächelte. Sie sah mich an und küsste mich auf die Lippen.

Stand auf und sagte:“ Ich muss ein Turnier gewinnen. Bis später.“

„Plane es nicht folge.“ gab ich Eva mit auf den Weg.

„Denk daran die Völker lieben ihre Königinnen“

Sie drehte sich um und winkte mir im rückwärts gehen, ich liebte diese Geste.

Schon verschwand sie beschützt durch Johann von der Tribüne. Noch immer war ich im Fokus vieler Zuschauer hier. Sie lächelten mir zu. Es war jedoch immer dieses respektvolle Lächeln wie es unter Reiter gerne vor kam. Respekt vor der Leistung des Gegners, niemals Neid auf den Erfolg des Gegners. Den Fuß auf deiner Brust, weil ich der Stärkere bin. Jedoch gewonnen in der Auseinandersetzung und nicht durch Manipulation. Sobald hinter Siegen Manipulation steckt, ist auch immer der Erdenfeind, der Teufel., der wahre Schatten im Spiel.

Das erinnert mich an mein letztes Jiu-Jitsu-Turnier vor drei Wochen. Mein Trainer und Sen-Sei sagte vor dem Kampf, lass ihn kommen. Der Kampf findet nicht in der Halle hier statt, er findet in dir statt. Alles was du bekämpfst da im außen habe ich dir nicht beigebracht. Ich habe dich gelehrt dir selbst zu widerstehen. Seine Bewegungen, sein dich zu Bodenringen kann nur gelingen, wenn du es willst. Lass es dich führen. Dann wird es kein Kampf es wird ein Tanz mit dem was dich ausmacht. Dabei sah er mich wissend an. Mein Sen-Sei und legte mir seine Hand auf die Schulter. Als ich auf die Matte ging, spürte ich die Widerstände in mir. Als ich ins Publikum sah, sah ich meine Mutter meinen Vater. Sie lächelten mir zu. Als ich meinem Gegner in die Augen schaute sah ich Ungeduld.

Energie öffnete die Tore in mir.

Die Widerstände verschwanden. Ich war mit mir im Einklang. Sah hinab in dieses Gefäß der Seele in der sich mein Selbst spiegelte und unbekümmert von Sieg oder Niederlage existierte. Es ist nicht der Kampfeswille der über den Gegner siegt, es ist die Ruhe und Gelassenheit die mich in Einklang mit mir Selbst brachte, aus der ich die Kraft schöpfen konnte.

Als der Kampf eröffnet wurde stürmte mein Gegner auf mich zu, umklammerte meinen Hals. Es war seine liebste Technik, der Würgegriff. Noch bevor er diesen ansetzen konnte, packte ich seine rechte Hand und seine Linke Hand, und noch im Fallen lassen nach unten setzte ich meinen Fuß an seine Hüfte. Sah dabei seine überraschten Augen. Ich zog ihn einen kurzen Moment zu mir, dann stieß ich ihn mir voller Kraft von mir und machte damit einen Fallrückzieher, der Tomoe Nage. Damit war der Kampf nach wenigen Sekunden vorbei. Wir verbeugten uns, auch als Geste des Respekts. Ja die Völker lieben ihre Königinnen das war mir immer klar.

Doch auch ihre Könige.

„Mann irre, dass hättest nicht geglaubt was hier abgeht oder?“ holte mich Robert wieder mal aus meinem Seelenmeer und meinem Erinnerungsmeer.

„Nein echt nicht. Du aber auch nicht, du immer mit deinem Niemandsland.“

„Naja mein Freund, wenn du das verhaust, kannst auswandern und ich gleich mit.“

Wir lachten beide auf, noch lachten wir. Das erste Mal an diesem Tag, umarmten wir uns und freuten uns der Leidenschaft die da plötzlich in unsere Herzen gezogen war. Es war klar, dass Eva das Turnier gewann. Petra wurde knapp 3. Zudem am zweiten Platz der Olympiasieger.

Klar ich bewundere die Geste der Königin?? Bei diesem Turnier. Umwerfend hier zu sitzen und es zu wissen. Jetzt es zu wissen wo es lange schon hinter mir liegt.

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