Der erste Kuss

Nach der Siegerehrung, versorgte Eva Rondall. Sie machte das immer selbst. Viele Turnierreiter haben dafür ihre Leute. Doch Eva macht alles rund um Rondall ihrem Hengst selbst. Siegeressen, Siegerehrung im Verein, Robert lachte in diesen Momenten mit Petra. Der Moment kam immer Näher ich freute mich darauf, der erste Kuss, Du. Freudentänze über den Sieg der Tochter bei einem der wichtigsten Turniere des Landesverbandes. Auch der Chef war glücklich und zufrieden. Nicht nur einmal ist er bei mir vorbeigekommen und klopfte mir mit seinen Ringerhänden auf die Schulter.

„Du bist ein toller Typ“ waren dabei sein Worte.

Endlich so gegen 22 Uhr, saßen Eva und ich allein auf der Terrasse vor dem Restaurant. Hinter uns im Lokal umschwärmte Robert Petra und tröstete sie sichtlich darüber hinweg, dass sie nicht die Siegerin war. Bestimmt wieder mit seiner Geschichte von damals als er das Kaninchen Rennen verloren hat. Im letzten Jahr des Kindergartens. Damit gewann er viele Herzen, in jedem Altersheim bestimmt.

Robert war manchmal immer noch dieser Junge, von damals aus dem Kindergarten. Doch auch das liebte ich an ihm. Er war der Mensch dem ich alles anvertrauen würde. Mein Freund der so gesehen werden will wie er ist. Der mit mir das durchmacht was ich so durch mache Tag ein Tag aus. Zu mir steht und auch mal sagt.

„Ach was pfeif drauf!“

Ja das war Robert für mich. Leise drang die Musik aus dem Lokal zu uns auf die Terrasse. Der Vollmond zeigte sein schönstes Lächeln. Neben mir auf der Bank saß Eva. Vor uns dieser unheimlich gute Rotwein. Eva lehnte ihren Kopf an meine Brust und sah mich lächelnd an.

„Danke das du da bist so nahe bei mir“ flüsterte sie.

„Danke das du da bist das ich dir so nah sein kann.“ gab ich zurück. Sie drehte ihren Kopf zu mir.

Dies war der Moment, der erste Kuss.

Ich küsste ihre Lippen, ich küsste ihr Herz, ich küsste ihre Seele. Tief in mir spüre ich wie sich ein Gefühl ausbreitete. Ruhe. Endlose Ruhe. Ruhe Geborgenheit. Während wir uns küssten spürte ich ihre Haare die sanft meine Nase kitzelten. Ihr schwarzes gewelltes Haar. Worin sich Schneeflocken fangen wie kleine Engelchen. Ja oft sehr oft habe ich später diese Engelchen in ihren Haaren gesehen. Wir lösten uns nach einer gefühlten Ewigkeit aus unserem Kuss. Nun sah ich sie einen Moment lange einfach nur an. Sah ihre glücklichen Augen. Ich sah, dass sie sich geborgen fühlte. Sich wahrgenommen fühlte. Das sie nicht sein brauche. Sie wusste, dass sie sein konnte. Es fühlte sich an für mich, als ob ich das erste Mal in meinem Leben mich selbst voll und ganz spüren konnte.

Eva legte ihren Kopf an meine Brust und sah mich an.

„Als ich heute Morgen meinen Eltern von dir erzählt habe, da wusste meine Mutter sofort, dass du es bist. Ja die Eva Eisenberg, dass doch die Tochter von Carmen. Kannst du dir vorstellen, wie überrascht ich war.“ erzählte ich Eva von meinem Morgengespräch mit meinen Eltern. Dabei hatte ich sofort auch das Lächeln meiner Mutter vor meinem geistigen Auge. Wie sie da sitzt und die Hand meines Vaters hält und mich anlächelt. Es sah so wissend aus. Wie konnte sie es nur so genau wissen meine Mutter.

„Als ich meiner Mutter von dir erzählte, wusste sie gleich über dich Bescheid und erzählte von deiner Mutter. Rosemarie Auersdorf, sie lächelte sofort als sie den Namen ausgesprochen hatte. Es waren solch bewundernde Worten, dass ich schon dachte sie stünde irgendwie unter Drogen.“ Der erste Kuss ich spürte ihn immer noch auf meinen Lippen und genoss dieses Gefühl.

„Was hat sie denn erzählt über meine Mutter?“ fragte ich Eva.

„Es ist schon ein paar Jahre her, als sie sich damals in Rom getroffen haben. Meine Mutter war damals unterwegs in Italien um Werbung für die Hotels dieser Gegend zu machen. Doch eigentlich war sie nicht gerade erfolgreich. Meine Mutter und nicht erfolgreich, dass war fast so was wie Hochverrat. Meine Mutter war und ist ein Mensch die geschäftlichen Erfolg auf der oberen Ebene des Lebens sieht. Anders wie mein Vater. Für ihn ist Erfolg, wenn es Spaß macht.“

Leise stöhnte Eva in meinen Armen. Ich merkte da eine Zerrissenheit in ihren Erinnerungen. Ich beugte mich vor und meine Lippen näherten sich ihren. Jetzt in diesem Moment konnte ich ihr das geben woran ich letzten Abend gedacht habe als sie seufzte wegen dem Tochterspruch. Meine Lippen berührten ihre sanft und ich spürte die Wärme. Spürte ihre Geduld ihre Hoffnungen und ihre Energie. Spürte sich so an wie der erste Kuss . Das kannte ich aus Erzählungen von Mutter und Vater sie meinten auch immer jeder Kuss danach spürt sich wie der erste an.

„Danke Du bist wie mein Mittelpunkt.“ sagte sie. Ich liebe das Gefühl des ersten Kuss mit dir.

„Doch was genau hat jetzt meine Mutter gemacht, dass die Erfolgsdame so angetan ist von ihr.“ wollte ich neugierig wie ich immer war, wenn ich Geschichten höre wissen.

„Nach einem langen Tag und vielen Gesprächen mit Touristikleuten in Rom. Sie setzte sich da auf dem Platz auf das Geländer dieses Brunnes. Stellte ihre Tasche neben sich und genoss einfach das Eis, dass sie sich zuvor gekauft hatte. In diesem Moment setzte sich eine bis dahin völlig Fremde Frau zu meiner Mutter. Sah sie einen kurzen Moment an und sagte dann, das Rad dreht sich nur deshalb über den Boden weil es sich behütet fühlt.“

Ich lachte für einen Moment auf und schüttelte leicht den Kopf. Zustimmend.

„Oh ja, genau das ist meine Mutter. Dann hat sie ihr bestimmt dazu eine Geschichte erzählt!“ ich liebe meine Mutter.

„Ja was heißt eine Geschichte, die beiden wanderten den ganzen Abend und die halbe Nacht durch Rom und deine Mutter hat meiner viele Geschichten erzählt. Hat sie zum weinen und zum lachen zum nachdenken und zum vergessen gebracht. Dieser Abend hat meiner Mutter soviel Kraft gegeben in den nächsten drei Tagen, hatte sie mehr Aufträge und mehr Menschen erreicht als all die Wochen zuvor.“

„Ja, das kann sie, wenn sie nichts kann meine Mutter, Liebe und Energie teilen, das kann sie. Davon hat sie unendlich viel in ihrem Herzen.“ ich drückte Eva bei diesen Worten fest an mein Herz. an mich. Nun spürte ich, wie wenn sich jegliche Grenzen in diesem Moment zwischen uns öffneten.

Einfach verschwand. Dem Gefühl wich der erste Kuss!

„Ich freue mich darauf deiner Mutter mal zu begegnen, Sam“ Eva sah mich an.

„Ich freue mich auch auf deine Mutter“ gab ich zurück.

Eva lachte bei diesen Worten.

Wie sehr ich dieses Lachen liebte in diesem Moment.

„Sie wird dich auch mögen meine Mutter, zudem verdammt wird dich die mögen. Da bin ich mir so sicher. Du strahlst so viel an Geduld Wärme und Geborgenheit aus. Das habe ich noch nie bei einem Mann oder Jungen gespürt. Wobei soviel Erfahrungen habe ich jetzt auch wieder nicht gesammelt.“ Sie lachte mich fast verlegen an in diesem Moment.

„Glaub mir, Eva ich auch nicht. Ich bin nur mir Robert immer unterwegs um ihn zu unterstützen, meistens war es voll langweilig, die Sprüche, die Herzenshüpferle.“

„Wäre es eigentlich möglich gewesen das wir uns nicht treffen?“ fragte ich Eva.

„Möglich schon, doch bestimmt eine Verschwendung.“ nach diesen Worten küsste sie mich wieder leidenschaftlich. Ich spürte wie sehr sie bei mir war in diesem Moment. Der zärtliche Moment wurde je unterbrochen von Roberts Stimme.

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