Der erste Abend mit Dir!

Dann an diesem ersten Abend unserer Begegnung, Freunde und ich waren hier um blöde rum zustehen und deutsche Mädels aufzureißen. Sie haben mir erklärt, dass ginge ganz einfach. Doch wusste ich nicht, dass dies der erste Abend mit Dir sein würde. Vor allem mein bester Freund Robert, schwärmte oft von sehr vielen Dingen. Wo ich im nachhinein dahinter gekommen bin, gelebt hat er das nicht wirklich.

Vielleicht einer dieser Charakterzüge an Robert, welche ich besonders mochte, weil es mich ja nie wirklich in Stress brachte ihn nicht einholen zu können. Seine Vorgaben waren am Ende ja leicht zu über treffen. Wenn Robert davon sprach, letzte Woche hab ich hier Eine getroffen, die war irre, blond, groß und der Hammer beim küssen.

Robert, wie schnell der reden konnte war noch ein toller Zug an ihm. Solche Geschichten erzählte er ja mit einem Tempo, da hätte jeder Gerichtsschreiber seine Mühe mit zu kommen, es aufzuschreiben.

„Du Sam?“ Robert lehnte sich verschwörerisch zu mir rüber.

„Du Sam“ wiederholte er noch leiser „glaubst du mir, wenn ich dir sage das ich die Petra letzten Woche im Heu vernascht habe?“

Fast schon unhörbar und unglaublich diabolisch formulierte er diesen Satz und sah mich dabei an als wolle er von mir das Zugeständnis zum Schwur auf den König haben. Auch seine ersten Schritte waren oft nicht die Einfachsten.

Wobei das hätte ich ihm ja in diesem Moment leichter geben können als die Bestätigung für seine Aussagen.

Doch ich wusste, wie ich mit meinem Freund um gehe, Zweifel an seiner „Männlichkeit“ waren ja Zweifel an ihm selbst. Dann stürzte er sich am Ende wieder in einen Vollrausch und ich hatte meinen Wing Men für den Abend verloren.

Deshalb sagte ich: „Du verdammter Casanova! „

„Ja verdammt trifft es gut.“ war seine Antwort.

Schon lange her, dass ich meinen Freund so gut aufgelegt erlebt habe. In letzter Zeit hatte er öfter wirklich tiefen Liebeskummer. Ja verliebt in das Leben sollte es heißen. Doch Robert verliebte sich eher in die Ungewöhnlichkeiten des Lebens. Die Ungereimtheiten. Das innerungewöhnliche am Aufwärtsdrang.

Doch der erste Abend mit dir

sollte noch weitere Überraschungen beherbergen. Es würde mich einiges an Überwindung kosten und doch auch vieles mit sich bringen, dass ich dem unbekannten bekannten zu ordnen konnte.

Ich saß an der Bar und überlegte mir wie so oft in den letzten Monaten, wie es denn wohl weiter geht in meinem Leben. Es war so, dass ich Pläne und Vorstellungen von einer Zukunft hatte. Doch gleichzeitig war ich orientierungslos. Es fehlten die Erinnerungen an eine Zukunft. An das da Vorne. Das Neue in meinem Leben. Was wollte das wohl sein?

Es ist der erste Schritt in eine Richtung die mir unbekannt ist. Aufregend und doch auch voll Wertigkeiten. Es war mir einfach nicht klar, das es der erste Abend mit dir war. Ich spürte zwar die Unruhe in mir, Unruhe die aufkommt wenn das unbekannte unbekannte vor der Tür steht und sich überlegt anzuklopfen. Doch führte ich diese Unruhe eher auf die Aufregung zurück die von Robert zu mir rüber schwappte als auf mein eigenes Dasein.

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