Darf es noch was sein?

Unterbrach eine Engelsstimme unseren typischen Männer Dialog. „Darf es noch was sein?“ wiederholte jemand hinter mir diesen Satz.

Ich drehte mich um hin zur Bar, da stand sie hinter der Bar ein Lächeln auf den Lippen dunkel schwarzes Haar. Sommersprossen und rot geschminkte Lippen.

heimweg
überrasche mich

Doch unglaublich schön geschminkt. Jede Linie auf ihren Lippen endete in Ihrem Amorbogen. Dieser war nicht spitz wie so oft bei Frauen, sondern er war weich und rund und bestimmend. Denn jetzt wo Sie mich anlächelte unterstrich ihr Amorbogen die Ausstrahlung ihrer Lippen. Sinnlichkeit wenn du sie eroberst.

Teils überrascht von der sinnlichen Ausstrahlung und noch mit Roberts Männer Story im Kopf sah ich Eva das erste mal so richtig in die Augen.

„2 Bier bitte“ war meine Antwort. Klar hätte ich auch sagen können ja bitte heirate mich oder einen Kuss diese Nacht mit dir oder was es sonst noch für Blödheiten gibt die Männer so von sich geben in solchen Momenten.

Der erste Schritt, war sie zu beobachten. Das genoss ich unendlich. Doch nein so ein Typ war ich nicht. Nein ich nicht und wieso?

Ganz einfach ich hatte diese Sprüche nie drauf weil ich mir sowas nicht merke.

ROBERT, mein WingMen, der konnte das, wie aus dem Nichts schüttelte der solche

„Weisheiten“ aus dem Ärmel. Besser er würde sagen darf es noch was sein???

Eva lächelte mich jetzt noch immer an, während sie die zwei Bier aus der Zapfanlage in Gläser zauberte. Sie lächelt mich weiter an, dachte ich so ganz unschuldig bei mir. Macht sie das bei allen? Darf es noch was sein, ist doch ein typischer Kellnerspruch, eine gute Kellnerin wird ja wohl ihre Kunden anlachen. Gibt mehr Trinkgeld.

Doch wenn ich mir ihr Gesicht genauer ansehe sie lächelt schon auf eine bestimmte Art. 🤔!

Ich knallte meinem Freund den Ellenbogen in die Seite.

„He – Mann – kennst du die Kellnerin?“

„Welche?“ Robert war gerade damit beschäftigt mit Petra – die am anderen Ende der Bar in einer Gruppe von Mädchen aus Deutschland saß Blicke auszutauschen. Wobei eher er seine Blicke rüber warf wie eine Lanze und immer wieder das Ziel verpasste.

„Die an der Bar“

„Hmmm“ Robert drehte sich fast genervt um – nach dem er wieder mal eine Lanze ins nichts geschleudert hatte. Sah Eva und drehte sich sofort wieder in Blickrichtung Petra.

„Klar das ist die Tochter vom Chef. Eva. Niemandsland wie man so schön sagt. Reiß niemals die Tochter vom Chef eines Lokals auf. Das bringt definitiv Ärger für die Kameradschaft.

Stell dir vor du hast was mit ihr, und willst dann raus aus der Sache.

Dann kannst den Aufriss Tempel hier vergessen. Der Chef wird dich lynchen am nächsten Baum.“

Robert war so verdammt, verdammt nochmal war der ein Arsch, aber am Ende hatte er bestimmt recht. Wobei Aufriss Tempel? War ich auf Aufriss hier?

„Du spinnst“ gab ich Robert zurück und konnte meine Augen nicht von Eva abwenden.

„Hier euer Bier. Darf ich gleich kassieren. Ich mach nämlich gleich Schluss!“

„Jetzt schon – es ist doch erst 21 Uhr?“ warf ich geistreich ein. Mehr um zu zeigen, dass ich die Uhr kenne als um mich über die schlecht durchdachten Arbeitspläne zu beschweren.

„Nun es gibt da so ein Gesetz – wo das arbeiten für unter 18 jährige nicht länger erlaubt ist als bis 21 Uhr“

„Immer sag ich Gesetze sind an den Haaren herbeigezogen“ wobei diesen Worten sah ich die wunderschönen schwarzen gekrausten Haare von Eva an. Leichtes Beben in meiner Seele.

Sie lächelte ihr Lachen, das ich noch viele tausend Male sehen durfte was auch soviel bedeuten sollte wie – „interessante Antwort“

„Ja was bin ich dir den schuldig?“ fragte ich mit meinem freundlichsten Lächeln auf den Lippen, darf es sein das sie mich so verzaubert?

Eva sah kurz hoch und rechnete dann zusammen.

„78 Schilling“ war ihre Antwort.

Nun griff ich in meine rechten Hosentasche sodass ich einen 100 Schilling Schein zum Vorschein bringen konnte. Legte ihn auf die Theke und sagte:“ Passt schon!“

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