Ablenkung und doch interessant

Robert buchte die Reise und wollte eigentlich nur mitteilen wann es los geht. Ablenkung und doch nur in seinem Interesse. Ich wusste es. Das ich nicht mitkommen könnte oder etwas anderes vor hätte zu diesem Zeitpunkt kam ihm gar nicht in den Sinn. Wieso das so ist? Weil es so ist. Auf den vielen Stufen unseres Lebens bisher, gab es oft Momente wo wir auf einer Stufe standen uns umsahen. Doch niemals hatte einer Lust zurück zu gehen. Es ging immer nur vorwärts aufwärts obwohl kein Ende der Stufen in Sicht war, wussten wir wohin uns unser Weg brachte. Mitten ins Leben, wobei nicht planen einfach folgen.

„Ich pack mir mal einiges zusammen. Du kennst mich ja, Koffer packen ist nicht meine Stärke.“ gab ich weiterhin nachdenklich zurück.

Ich mochte Deutschland.

Die Menschen sind frei und ehrlich. Sagen ihre Meinung auch wenn es mal dem Gegenüber nicht so schmeckt. Das mochte ich Ehrlichkeit und authentisch sein.

„Düsseldorf wir kommen.“ hörte ich meinen Freund jubeln.Am nächsten Morgen holten mich Robert und sein Vater ab. Roberts Vater war Pharmavertreter. Reiste unglaublich viel durch Europa. Seine Mutter war Professorin an der Med-Uni in Wien. Abteilung Neurologie. Ich hörte kurz dem Gespräch der Beiden zu.

„Onkel Hartwig hat mich gestern noch mal angerufen und mir voll Freunde mitgeteilt das du dich jetzt doch entschieden hast sein Angebot anzunehmen. Du weißt ja Robert, mein Bruder ist ein Peitschen Knaller. Ablenkung und doch wirst du bei ihm bestehen, da bin ich sicher. Doch wenn du bei ihm bestehst, bestehst du überall.“ dabei lächelte der Vater meines Freundes.

„Ja ich weiß, Vater. Onkel Hart!“ gab mein Freund zurück. Er lächelte nicht. Er sah eher nachdenklich aus.

„Robert, ich weiß das du es locker schaffst. Hartwig braucht genau so einen wie dich. Jemand dem er nicht alles 100 mal erklären muss und jemand der selbst mal eine geniale Idee hat. So wie damals als ihr beide euch über Gentechnik unterhalten habt.

Etwas wovon ich ja nun mal gar keine Ahnung habe obwohl das ein Teil meines Jobs am Ende ist. Es hat ihn unglaublich beeindruckt als du ihm von der Forschung um die sogenannte SOS-Antwort erzählt hast.Wenn ich mich recht erinnere ist es ein Fachbegriff in der Biologie.

Wo es um schwere Schädigung des Erbgutes geht.

Erst die SOS-Antwort macht es der betroffenen Zelle möglich zu erst die Schäden im Erbgut zu reparieren bevor sie sich teilt. Das ja umgekehrt auch der Weg um Krebszellen in Zukunft entsprechend zu manipulieren. Genau das sagtest du damals zu deinem Onkel. Krebszellen manipulieren Aufgrund der Forschung um die SOS-Antwort.“

Stolz sah er seinen Sohn an. Robert lächelte fast verlegen zu seinem Vater. Er wollte sich bestimmt damit eine Ablenkung verschaffen und doch jetzt merkte auch ich das er traurig war. Roberts Vater.

Auch dass war Robert, ein Blitz gescheiter junger Mann.

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