Die Geste der Königin, die Geste der Erinnerung, ist wohl auch meine Geste an Eva. Rund um meine Familie entstanden viele Geschichten. Zusammengefasst in den Büchern der Erinnerungen. Hier nun das erste dieser Onlinewerke. Dem Weg zu folgen ohne groß zu planen, erfordert auch einiges an Überwindung. Denn darin liegt ja die Herausforderung, Geschichten so zu erinnern, dass es Spaß macht und das es erschaffend sich auswirkt.

Wie sagte Franz, ein LKW-Fahrer meines Vaters mal zu mir.

Franz im Lkw-Zug auf dem Weg zur nächsten Geschichte

Alle Menschen lieben Geschichten.

Weil Geschichten das sind, was wir mitnehmen können wo hin auch immer. Geschichten lassen uns auch schon mal den schlimmsten Kummer vergessen. Es sind ja oft genau die Geschichten, welche wir uns selbst immer wieder erzählen die bleiben. Die uns ausmachen und die uns Vertrauen oder Hoffnung geben. Am Boden zu liegen und in den Himmel zu sehen zu erkennen, dass es mehr gibt als zu sehen woran wir glauben ist der wahre Grund wieso Menschen Geschichten lieben.

Dann gibt es auch noch die Herausforderung, seine Geschichten nieder zuschreiben. Doch davon alleine lässt sich noch kein Blumentopf gewinnen. Wie meine Mutter immer so schön sagte. Nun ich habe vor einiger Zeit angefangen meine Geschichten aufzuschreiben. Daraus sollen diese Onlinebücher entstehen. Die Erschaffung von Online Bücher, die den Inhalt als Geste der Erinnerung verstehen, als Geschichten der Fortsetzung und als Erinnerungswerte. Der Autor als Ansprechpartner als jemand der immer da ist. Der Leser als Mitgestalter der Erinnerungen. Leser – Autor ohne sich dem Diktat des bekannten zu unterwerfen. Schaffe was neues um das alte zu lieben.

Es liegt einzig und allein in unserer Hand, dass Wie der Erinnerungen. Wobei der Sinn dieser Onlinebücher darin liegt, dass mich meine Leserschaft findet. Das Du hier her kommst, wo auch immer Du zuvor warst, Dir Zeit nimmst eintauchst in das Meer der Vergangenheit und wenn auch nur für einen Moment vergisst und wieder findest.

Auf diesem Weg teile ich gerne mit Dir.

Wie sagte Rainer Maria Rilke zu diesem Thema:

Erinnerungen

Die Mädchen unter den weißen Zypressen Zittern:

sie können noch nicht vergessen,
Scharren mit ihren Schattenschuhn,
Reihn sich zum Reigen, und möchten doch ruhn,
Netzen leisnagend die Lippen sich naß,

Küssen sich

– aber die Küsse sind blaß,
Und das Lächeln ist lahm und leer,
Und so weh der Winter am müden Meer.

Ja die Erinnerungen waren immer schon einige Zeilen wert. Niemanden außer uns selbst entscheidet über unsere Erinnerungen. Was wahr oder falsch ist. Welch großer Schatz ist das eigentlich. Diese Fähigkeit des Gehirns? Sich so zu erinnern wie wir das wollen.

Erinnerungen vergessen ist auch eine Würdigung.

Von uns selbst. durch uns selbst. es macht das Herz auf für die Selbstliebe. Es gibt unendlich viele Fragen, doch dann wieder auch nur eine. Wie erobern wir das unbekannte Unbekannte? Wie stellen sich diese Fragen nach dem noch nie Beobachtetem? Es erfordert in erster Linie,dass die Geduld es kommen lässt. Es sein zu lassen, sich ein zu lassen.

Erinnerungen sind nicht festgeschrieben oder gar in Stein gemeißelt. Erschaffen wir uns doch unsere Vorstellung von dem was möglich ist, jederzeit neu. Doch heute durch das Internet kommt eine noch mächtige und unbekannte Macht in unser Leben. Die Algorithmen. Es geht immer darum, was die Algorithmen als sinnvoll erachten und was in den festgeschriebenen Programmabläufen als wichtig oder unwichtig eingestuft wird. Die meisten oder gar alle die sich mit der Veröffentlichung von Texten im Internet beschäftigen unterwerfen sich diesem Dogma. Sie präsentieren den Algorithmen genau, dass wonach sie suchen.

Bewertet wird was wichtig ist!

Doch wie sollen die Algorithmen dann das unbekannte Unbekannte entdecken können? Wer bewertet denn was wichtig und interessant ist. Wenn der Suchende ständig die Worte essen eingibt dann ist ihm Essen wichtig. Kann aber auch gut sein das er es nicht mag und sich immer wieder schreibt essen. Der Mensch alleine und nur er kann entscheiden was ihm wichtig ist. Was ihr wichtig ist. Was der Menschin wichtig ist.

Hier an diesem Ort in diesem Blog in diesem Onlinebuch, erschaffe ich Erinnerungen. Auch mal neu und erzähle von Erinnerungen, die so waren oder so sind. Erinnerungen die so sein werden. Das ist es was mich antreibt als Autor dieser Texte. Etwas zu erschaffen, was Freude und Freunde macht.

Was berührt und was Dich zurücklässt mit dem Gefühl für, es gibt mehr als, dass woran Du glaubst. Deshalb siehst Du plötzlich mehr als Du bisher gesehen hast. Weit über den Tellerrand hinaus. Wenn Du den Blick hebst von deinem Handy auf dem Du dieses Onlinebuch liest, siehst Du endlich eine Welt die mehr anbietet als das bekannte sichere erkannte.

Die Geste der Erinnerung

soll auch eine Verbeugung vor dem sein was lange vergangen ist. Mich heute noch immer berührt. Ich mich gerne auch mal davon in Besitz nehmen lasse. Doch auch woran ich denke, wie ein kleines Kind beim einschlafen nach dem der Papa die Geschichte vorgelesen hat und den immer anwesenden Satz gesagt hat.

„Ich bin stolz auf dich und bin gerne dein Papa.“

Sich willkommen fühlen, sich hingeben dem Gefühl erwünscht zu sein. Egal ob es mal rauf oder runter geht. Es ist und bleibt Liebe im Raum. Aufstehen und sehen ob das Lächeln auf den Lippen des Kindes beim einschlafen bleibt, dies ist der Moment wo klar wird alle Mühe der Erde ist es wert zu überstehen. Was bleibt sind die Momente, die wir behüten, weshalb wir erlebt haben und getragen haben. Wenn es eine Antwort auf die Frage:

„Wer bist Du?“ gebe kann dann wohl nur die

„Ich bin die Summe all meiner behüteten Erinnerungen!“

Wie machte es immer meine Großmutter.

Sie setzte sich am Abend hin, dann erinnerte sie sich mit ihren Glückssteinen, welche sie von der linken in die rechte Manteltasche schob, bei schönen Momenten. Am Abend holte Sie die Steine hervor und betrachtete diese und erinnerte sich so an die schönen Momente des Tages. Wobei ich mir sicher bin, das sie sich selbst noch den einen oder anderen Moment dazu schenkte. Danach legte sie sich schlafen und lächelte, Sie lächelte auch noch am Morgen. Denn sie freute sich schon auf den heutigen Tag.

Wenn die die behaupten, wir müssen uns an alles so erinnern wie es war, genau so jeden Morgen aufstehen und lächeln um das zu erleben, genau so wie sie sich erinnern, dann freue ich mich für diese Leute.

Doch jetzt geht es los. Schon jetzt freue ich mich auf eure Erinnerungen, welche wach werden, durch meine Geschichten. Erzählt sie, teilt sie, wodurch auch ein Teil von euch der Geste der Erinnerung hinzugefügt wird. Dieses Onlinebuch ist auch der Teil eine Geste der Erinnerung. Wie es sein kann und sein wird. Denn wir glauben nicht daran was wir sehen, wir sehen das woran wir glauben.

Teil mich mit deinen Freunden

Hier gehts zu meinem Onlinebuch —- Die Geste der Königin